Die Kosten für die Suche nach einem Unternehmensnachfolger liegen je nach Unternehmensgröße und Beratungsumfang typischerweise zwischen 30.000 und 150.000 Euro oder mehr. Sie setzen sich aus mehreren Kostenblöcken zusammen: M&A-Beratungshonorar, Kosten für die Unternehmensbewertung, Notargebühren, steuerliche Beratung sowie Due-Diligence-Aufwendungen. Welcher Betrag konkret anfällt und wer ihn trägt, hängt von der Transaktionsstruktur und der Wahl der Berater ab. Die folgenden Abschnitte beleuchten jeden Kostenbaustein einzeln.
Welche Kostenarten fallen bei der Nachfolgesuche an?
Bei der externen Unternehmensnachfolge entstehen in der Regel fünf wesentliche Kostenkategorien: das M&A-Beratungshonorar, die Kosten für die Unternehmensbewertung, Aufwendungen für die Due Diligence, Notargebühren sowie Kosten für die steuerliche und rechtliche Beratung. Hinzu können Kosten für die Aufbereitung von Unterlagen und interne Ressourcen kommen, die während des Prozesses gebunden werden.
Wichtig ist, diese Kostenarten nicht isoliert zu betrachten. Ein professionell begleiteter Nachfolgeprozess dauert nach Erfahrungswerten typischerweise zwischen sechs und zwölf Monaten. In dieser Zeit entstehen Kosten in unterschiedlichen Phasen: Vor dem eigentlichen Verkaufsprozess fallen Bewertungs- und Vorbereitungskosten an, während der aktiven Käufersuche kommen Beratungsgebühren hinzu, und beim Abschluss entstehen Notar- und Rechtskosten.
Wer die externe Unternehmensnachfolge frühzeitig plant, kann Kosten besser kalkulieren und vermeidet teure Fehler durch unvorbereitete Prozesse. Erfahrungswerte zeigen, dass eine gute Vorbereitung den erzielbaren Verkaufspreis deutlich stärker beeinflusst als die eingesparten Beratungskosten.
Was kostet ein M&A-Berater für die Nachfolgeberatung?
Ein M&A-Berater für die Unternehmensnachfolge im Mittelstand arbeitet üblicherweise mit einer Kombination aus einem monatlichen Retainer und einer erfolgsabhängigen Abschlussprovision. Der Retainer liegt häufig zwischen 3.000 und 10.000 Euro pro Monat, die Erfolgsprovision beträgt in der Regel zwischen zwei und fünf Prozent des Transaktionsvolumens, bei kleineren Unternehmen kann sie auch höher ausfallen.
Die genaue Honorarstruktur variiert je nach Berater und Mandat erheblich. Einige Berater verzichten auf einen Retainer und arbeiten rein erfolgsbasiert, andere verlangen eine höhere Vorabvergütung bei niedrigerer Provision. Für Verkäufer ist es wichtig, beide Modelle sorgfältig zu vergleichen und auf die Gesamtbelastung zu achten, nicht nur auf den Prozentsatz der Provision.
Was ist im M&A-Honorar typischerweise enthalten?
Ein vollständiges M&A-Mandat umfasst in der Regel folgende Leistungen:
- Diskrete Unternehmensbewertung und Identifikation von Wertsteigerungspotenzialen
- Erstellung eines Informationsmemorandums und eines anonymen Teasers (Blindprofil)
- Aufbau einer Longlist potenzieller Käufer aus Netzwerk und Datenbanken sowie Auswahl einer Shortlist
- Diskrete Ansprache von Interessenten und Koordination des Vertraulichkeitsprozesses
- Begleitung von Verhandlungen bis zum Letter of Intent und Vertragsabschluss
- Koordination der Due Diligence mit allen beteiligten Parteien
Was ist nicht enthalten?
Nicht im M&A-Honorar enthalten sind in der Regel externe Rechts- und Steuerberatung, Notargebühren sowie die Kosten für spezialisierte Due-Diligence-Dienstleister. Diese werden separat beauftragt und abgerechnet. Verkäufer sollten beim Vergleich von Angeboten genau prüfen, welche Leistungen im Honorar inkludiert sind und welche zusätzlich anfallen.
Wie hoch sind die Kosten für Unternehmensbewertung und Due Diligence?
Eine professionelle Unternehmensbewertung kostet je nach Methode und Umfang zwischen 5.000 und 30.000 Euro. Die Due Diligence, bei der der Käufer das Unternehmen eingehend prüft, verursacht auf Käuferseite häufig ähnliche oder höhere Kosten, da externe Prüfer für rechtliche, steuerliche und finanzielle Aspekte beauftragt werden.
Für den Verkäufer entsteht bei der Due Diligence vor allem ein erheblicher interner Aufwand: Unterlagen müssen aufbereitet, Fragen beantwortet und Informationen strukturiert bereitgestellt werden. Wer sein Unternehmen frühzeitig auf eine professionelle Transaktion vorbereitet, reduziert diesen Aufwand erheblich und minimiert das Risiko von Preisabschlägen in der Due Diligence.
Typische Ursachen für Preisabschläge in der Due Diligence sind Inhaberabhängigkeit, Kundenkonzentration, unzureichende Dokumentation, ungeklärte Rechtsfragen und Investitionsstau. Eine strukturierte Vorbereitung in diesen Bereichen zahlt sich direkt auf den erzielbaren Kaufpreis aus und ist damit eine der wirkungsvollsten Investitionen im gesamten Nachfolgeprozess.
Welche Notarkosten und Steuerberatungskosten entstehen beim Unternehmensverkauf?
Notarkosten beim Unternehmensverkauf richten sich nach dem Kaufpreis und dem beurkundungspflichtigen Transaktionsvolumen. Bei einem GmbH-Verkauf als Share Deal ist eine notarielle Beurkundung gesetzlich vorgeschrieben. Die Notargebühren liegen typischerweise zwischen 0,5 und 1,5 Prozent des Kaufpreises, wobei gesetzliche Gebührentabellen den Rahmen vorgeben.
Die steuerliche Beratung ist ein weiterer wesentlicher Kostenfaktor, der jedoch häufig unterschätzt wird. Steuerberater und Rechtsanwälte mit M&A-Erfahrung begleiten sowohl die Strukturierung der Transaktion als auch die Vertragsgestaltung. Ihre Honorare richten sich nach dem Zeitaufwand oder werden als Pauschalhonorar vereinbart und bewegen sich je nach Komplexität zwischen 10.000 und 50.000 Euro oder mehr.
Gerade bei der steuerlichen Gestaltung lohnt sich eine frühzeitige Beratung: Die Wahl zwischen Share Deal und Asset Deal, die Behandlung von Gesellschafterdarlehen oder die Nutzung steuerlicher Freibeträge bei der Altersvorsorge können den Nettoerlös des Verkäufers erheblich beeinflussen. Diese Entscheidungen sollten nicht erst beim Vertragsabschluss, sondern idealerweise zu Beginn des Prozesses getroffen werden.
Wer trägt die Kosten bei der Unternehmensnachfolge, Käufer oder Verkäufer?
In der Regel trägt jede Partei ihre eigenen Beratungskosten. Der Verkäufer bezahlt seinen M&A-Berater, seinen Steuerberater und seinen Rechtsanwalt. Der Käufer kommt für seine eigene rechtliche, steuerliche und finanzielle Due Diligence auf. Die Notarkosten werden häufig geteilt oder vom Käufer übernommen, sind aber grundsätzlich Verhandlungssache.
Einige Kostenpositionen können im Kaufvertrag abweichend geregelt werden. So ist es in bestimmten Konstellationen üblich, dass der Käufer einen Teil der Transaktionskosten übernimmt, insbesondere wenn er ein besonders starkes Interesse an der Transaktion hat oder wenn der Verkäufer seine Verhandlungsposition entsprechend nutzt. Wer mehrere Interessenten in einem strukturierten Prozess gegeneinander in Wettbewerb bringt, stärkt seine Verhandlungsposition erheblich.
Wichtig ist zudem, dass die M&A-Beraterprovision des Verkäufers steuerlich als Betriebsausgabe oder als Anschaffungsnebenkosten behandelt werden kann, abhängig von der konkreten Transaktionsstruktur. Die genaue steuerliche Einordnung sollte mit dem Steuerberater frühzeitig abgestimmt werden.
Lohnt sich professionelle Beratung bei der Nachfolgesuche finanziell?
Professionelle M&A-Beratung bei der Nachfolgesuche lohnt sich in den meisten Fällen finanziell, weil ein erfahrener Berater in der Regel einen höheren Kaufpreis erzielt, als die Beratungskosten betragen. Der entscheidende Hebel liegt in der strukturierten Käufersuche, der Schaffung von Wettbewerb unter Interessenten und der professionellen Verhandlungsführung.
Wer ohne Berater direkt auf einen einzelnen Käufer zugeht, verliert seine Verhandlungsposition und riskiert, das Unternehmen deutlich unter Wert zu verkaufen. Ein typischer Fehler bei der Käufersuche ist es, sich zu früh auf einen einzigen Interessenten festzulegen und dadurch jeden Verhandlungsspielraum zu verlieren. Hinzu kommt, dass unerfahrene Verkäufer häufig Fehler bei der Aufbereitung von Unterlagen machen, die in der Due Diligence zu Preisabschlägen führen.
Darüber hinaus schützt ein professioneller Berater die Vertraulichkeit des Prozesses. Wird bekannt, dass ein Unternehmen zum Verkauf steht, kann dies Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten verunsichern und den Unternehmenswert unmittelbar gefährden. Ein strukturierter Prozess mit anonymem Teaser und Vertraulichkeitsvereinbarung verhindert dies zuverlässig. Wer den richtigen Nachfolger für sein Unternehmen finden möchte, ist mit professioneller Unterstützung deutlich besser aufgestellt als ohne.
Wie Sattler & Partner AG Sie bei der Nachfolgesuche unterstützt
Sattler & Partner AG begleitet mittelständische Unternehmer seit über 35 Jahren durch alle Phasen der externen Unternehmensnachfolge. Das Team übernimmt den gesamten Prozess von der ersten Bewertung bis zum Vertragsabschluss und stellt dabei sicher, dass Ihre Interessen in jeder Phase professionell vertreten werden. Konkret bedeutet das:
- Diskrete Unternehmensbewertung mit klarer Einschätzung des erzielbaren Kaufpreises im aktuellen Marktumfeld 2026
- Erstellung eines professionellen Informationsmemorandums und eines anonymen Teasers für die diskrete Käuferansprache
- Strukturierte Käufersuche über ein breites internationales Netzwerk aus strategischen Investoren, Finanzinvestoren und Family Offices
- Koordination der Due Diligence und Kommunikation mit allen beteiligten Parteien
- Professionelle Verhandlungsführung mit dem Ziel, den höchstmöglichen Kaufpreis zu bestmöglichen Konditionen zu erzielen
- Fairer Kosten- und Honorarrahmen mit einem Senior-Berater als persönlichem Ansprechpartner während des gesamten Prozesses
Wenn Sie wissen möchten, was Ihr Unternehmen wert ist und wie ein strukturierter Nachfolgeprozess für Sie konkret aussehen kann, sprechen Sie Sattler & Partner AG direkt an. Nehmen Sie jetzt Kontakt auf und vereinbaren Sie ein unverbindliches Erstgespräch.